Mehr Infos

Wir sind froh Doreen Seidel als Ambassador für pesbe gewinnen zu können. Sie ist begeistert von der Möglichkeit, wie pesbe qualifizierte Fahrer für Transportunternehmen findet. National bekannt wurde Doreen Seidel als sie im Jahr 2008 als Playmate des Monats Mai in der deutschen Ausgabe des Playboy. Seit 2011 ist Doreen Seidel als Rennfahrerin aktiv und war Testerin für Sportwagen im TV bei "Grip - Das Motormagazin" aktiv.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jetzt kostenlos Downloaden.

Das sollte jeder Unternehmer wissen und berücksichtigen

Wer die Fahrertypen kennt und sie gemäß ihrer Präferenzen einsetzt, hat motivierte und treue Fahrer.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

welt.de

Von Birger Nicolai Korrespondent 9-11 Minuten


Für einen Mathematiker ist es sicherlich eine Ausnahme, sich in einer Promotion mit dem praxisnahen Thema „Pausenzeiten und zeitkritische Sendungen“ zu befassen. Doch Asvin Goel, heute ein 48-jähriger Professor für Logistik und Supply Chain-Management an der Kühne Logistics University in Hamburg, hat zum Karrierestart genau das getan. Es habe halt zu der Zeit wenige Studien zu Pausenzeiten gegeben, sagt er.

Zuvor hatte Goel, dessen Vater aus Indien und dessen Mutter aus Deutschland stammen, noch Wirtschaftsinformatik studiert. Über Karlsruhe, Göttingen, Leipzig, Halle, Bremen und Saragossa führte ihn sein Weg schließlich nach Norddeutschland an die Privatuniversität der Kühne-Stiftung.

Genau dort hat Goel nun eine für die Tagesarbeit von Speditionen interessante Studie erstellt. Er ist der Frage nachgegangen, ob nicht zwei Lkw-Fahrer auf bestimmten Touren am Ende günstiger sein können als einer. „In vielen Betrieben wird die Möglichkeit, zwei Fahrer auf einem Lkw einzusetzen, ignoriert. Es wird einfach davon ausgegangen, dass es einen Fahrer im Lkw gibt. Dabei kommen für einige Touren durchaus Doppelbesatzungen infrage“, sagt Goel.

Lesen Sie auch

Staplerfahrer gehören zu den gesuchten Facharbeitern. Bei der Einstellung gibt es deshalb häufig Geld extra – doch auch viele andere Berufsgruppen können profitieren

Und genau das kann sich lohnen: Im Speditionsgewerbe sind die Gewinnmargen seit Jahrzehnten niedrig. Ein Gewinn vor Steuern von zwei bis drei Prozent vom Umsatz ist ein typischer Wert. Sollte ein Unternehmen die Betriebskosten auch nur um wenige Prozentpunkte verringern können, hätte das große Auswirkungen auf seine Profitabilität.

Eingebettet ist die Studie, die WELT vorliegt, in ein von Problemen geprägtes Berufsfeld. Der Konkurrenzkampf unter den Speditionen ist hart und intensiv. Große Fuhrunternehmer wie Waberer‘s prägen den Markt mit günstigen Angeboten. Logistikkonzerne wie Schenker, Kühne + Nagel oder die Post-Tochtergesellschaft DHL verfügen kaum über nennenswerte eigene Lkw-Flotten und Fahrer und nutzen den Wettbewerbsmarkt für ihre Aufträge. Schließlich führen die teilweise niedrigen Arbeitslöhne mitsamt der besonderen Arbeitszeiten zu einem ausgeprägten Fahrermangel. Etwa 2500 Euro Bruttomonatslohn sind eine typische Bezahlung, hinzu kommen Tagesspesen.

Lesen Sie auch

Supermarktketten wie Tesco und Coop klagen über Nachschubprobleme in großen Teilen der Fillilaen

Zwischen 45.000 und 60.000 Berufskraftfahrer fehlen derzeit in Deutschland, wie es der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) und der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) gemeinsam berechnet haben. Die Internationale Straßentransportunion (IRU) sagt bis zum Jahr 2027 hierzulande gar einen Mangel von 185.000 Fahrern voraus.

Auf den ersten Blick steht das Problem des Fahrermangels der Idee entgegen, zwei statt eines Fahrers einzusetzen. Dennoch lohnt sich der Blick in die Details der Kostenersparnis für die Betriebe, weil es laut der Studie dabei um nennenswerte Summen geht. Und schließlich kann es für manchen Trucker oder manches Trucker-Paar auch attraktiv sein, zu zweit zu fahren und gemeinsam Lebenszeit zu verbringen.

Fazit der Studie ist, dass es für Speditionsbetriebe deutlich günstiger sein kann, auf einigen Strecken zwei Fahrer einzusetzen. „Nach unserer Einschätzung wäre ein Anteil zwischen zehn und 20 Prozent mit doppelter Besatzung in der Fahrerkabine sinnvoll, um die Kosten zu verringern“, sagt Goel.

Die Kosteneinsparung fällt je nach Beispiel unterschiedlich aus

Zwar lasse sich keine generelle Aussage über das Einsparpotenzial machen. Aber in fast allen überprüften Fällen hätten sich nach den Berechnungen deutliche Verbesserungen im Einsatz von Fahrern und Lkw ergeben. Als weitere Autoren haben Professor Thibaut Vidal von der Ingenieurs-Hochschule EPM in Montréal sowie Adrianus Leendert Kok, Chefentwickler des niederländischen Software-Unternehmens Ortec, an der Untersuchung mitgearbeitet.

Die Kosteneinsparung fällt je nach Beispiel unterschiedlich aus. Verglichen wurden die Kosten innerhalb einer Arbeitswoche. „Die Einsparungen bei einer Doppelbesatzung sind in unseren Experimenten im Durchschnitt zwischen ein Prozent und sieben Prozent des Aufwands für den Arbeitslohn und den Lkw“, sagt Goel.

Im ersten Beispiel geht es um einen Pendelverkehr zwischen Berlin und München. Ein Fahrer auf dieser Tour muss nach viereinhalb Stunden eine längere Pause einlegen und nach neun Stunden aus dem Lkw aussteigen und Feierabend machen. Zwei Fahrer dagegen können sich ablösen und die Strecke komplett fahren – sie brauchen keine Nacht dazwischen zu legen. Sie wären nachts zurück am Ausgangspunkt. Vorausgesetzt wird stets die eingehaltene Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde. Bei den Lohnkosten macht dieser Fall zwar keinen Unterschied, beim Aufwand für den Lkw dagegen schon: Schließlich wird das Fahrzeug gleich am nächsten Tag erneut eingesetzt und verdient Geld.

Lesen Sie auch

Aerial view of container ship transporting goods sailing across ocean entering the port

Auto, Bau, Möbel, Elektronik

Die Arbeitszeit ist gleich, aber das Fahrzeug wird nur für einen Tag benötigt. Bei Mietkosten für den Lkw von 100 Euro am Tag, wie sie in der Studie angesetzt sind, ergibt sich ebendiese Summe an Einsparung bei der Doppelbesatzung auf der Strecke. „Zudem sind beide Fahrer am Ende des langen Arbeitstages wieder zu Hause, was auch ein Vorteil ist, selbst wenn er sich nicht mit Geld beziffern lässt“, sagt Goel. Der Arbeitsalltag könne dadurch angenehmer werden.

Das andere Beispiel betrifft einen sogenannten Dreiecksverkehr, bei dem ein Lkw etwa für einen Containertransport von Berlin nach Bremerhaven und am selben Tag ein weiterer Lkw für einen Containertransport von Hamburg nach Berlin benötigt wird. Soll der Transportauftrag an einem Tag ausgeführt werden, benötigt der Spediteur eine Doppelbesatzung. Die Kostenersparnis ist überproportional groß. „Arbeitskosten und Fahrzeugkosten können in dem Fall um die Hälfte niedriger ausfallen“, sagt Goel.

Die Wissenschaftler haben einen Algorithmus entwickelt, der aus allen vorhandenen Touren einer Spedition diejenigen heraussucht, die sich für eine Doppelbesatzung anbieten. Das können fünf Strecken sein, die sich derart zusammenlegen lassen, dass eine Besatzung mit zwei Fahrern günstiger ist, als es bei den fünf verschiedenen Fahrten zu belassen.

Lesen Sie auch

Paketzustellung

Immer noch ist das händische Planen im Transportgewerbe weitverbreitet. „Unsere Erkenntnisse können die Realität in den Speditionen verändern“, sagt Goel. Der Einsatz von Algorithmen ist bestenfalls bei den Paketdiensten schon Alltag, um optimale Touren zu errechnen. Allerdings besteht die Herausforderung darin, besser zu sein als ein erfahrener Spediteur.

„Im praktischen Einsatz gelingt dies nicht immer, da Disponenten in der Regel über mehr Informationen verfügen und Freiheitsgrade ausnutzen können, die dem Algorithmus nicht zur Verfügung stehen“, sagt Goel. Dennoch müsse die Speditionsbranche die Möglichkeiten zur Digitalisierung in diesem Bereich sinnvoll nutzen, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Nicht im Regelfall, aber sehr wohl im Einzelfall ließen sich durch Doppelbesatzungen deutliche Kostenvorteile erzielen.

Konkrete Antworten von Speditionsbetrieben auf diese Erkenntnisse und Daten gibt es noch nicht, da die Studie erst veröffentlicht wird. Doch vonseiten der Branchenverbände kommt eine erste Einschätzung. „Derartige Modelle, die unter definierten Rahmenbedingungen kalkulieren, sind nicht grundlegend neu“, sagt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV.

Lesen Sie auch

MAN-Chef Andreas Tostmann hatte eigentlich einen makellosen Lebenslauf

Diese Möglichkeiten würden von Unternehmen der Transportbranche vor allem für den industrialisierten Einsatz von Lkw-Flotten auf nationalen Relationen auch immer wieder getestet. „Bei mehrtägigen und internationalen Touren, bei denen die maximale Tageslenkzeit von zusammen 20 Stunden überschritten wird, bewähren sie sich in der Regel betriebswirtschaftlich nicht“, sagt Huster.

Bei speziellen Transportaufgaben gibt es eine doppelte Fahrerbesatzung bereits heute. Ist die Ware auf der Ladefläche besonders wertvoll, fahren oftmals zwei Trucker den Lkw. Grund ist die Sorge vor Überfällen und Diebstahl. Zudem verlangen Versicherungen in derartigen Fällen eine Doppelbesatzung.

Ein Tool, dass einmal eingerichtet, einen riesen Qualität und Mitarbeiterbindung Vorteil bringt. Der neue Mitarbeiter fühlt sich gesehen und wertgeschätzt. Ich habe damit klasse Erfahrungen gemacht. Die "nicht Erscheinen" Quote zum Vorstellungsgespräch ist um 60% gesunken. Die, in meinem Fall, Fahrer konnten doppelt so schnell vollwertig eingesetzt werden. Die Kündigungsrate innerhalb der Probezeit sank um 45%. Durch das Onboarding und die Möglichkeit zur Interaktion war es mir möglich sofort zu sehen welcher MA angergiert war und sich mit der Firma befasst hat. Ein erkennen und trennen von Minderleistern war dadurch wesentlich einfacher. Bei Interesse gerne ein Gespräch mit mir suchen.

1. Du suchst aus der Not heraus.

Das bedeutet, Du suchst erst dann Mitarbeiter, wenn jemand ausfällt durch Kündigung oder Krankheit oder aber die Arbeitsmenge durch neue Kundenaufträge einfach nicht mehr zu schaffen ist. Dann bist Du froh, wenn Du überhaupt jemanden findest und achtest einfach zu wenig darauf, ob es wirklich ein guter und leistungsstarke Kandidat ist.

2. Dir sind Noten, Abschlüsse und Zeugnisse wichtig.

Du kannst einem Menschen alles beibringen, nicht aber die richtige Einstellung. Deshalb vergiss Noten und Abschlüsse und konzentriere Dich auf die innere Haltung. Wenn die stimmt, passt bald auch der Rest.

3. Du hast keinen skalierbaren Recruiting-Prozess, sondern stellst bereits nach einem Vorstellungsgespräch ein.

Dabei benötigst Du doch einen feststehenden, immer wieder gleich ablaufenden Prozess. Ein vorgeschaltetes Telefonat oder Zoom-Meeting wird bereits mehr als die Hälfte der Vorstellungsgespräche überflüssig machen.

Wenn der Kandidat schon da seine "Hausaufgaben" gemacht hat, brauchst Du die Stunde für das Gespräch nicht mehr zu investieren. Nach dem ersten Telefonat/Zoom und einem Vorstellungsgespräch erfolgt ein "Schnuppern", also ein Tag vor Ort, das dann später ausgewertet wird und ein 2. Vorstellungsgespräch. Ein prozessgesteuertes Onboarding rundet das erfolgreiche

Recruiting ab.

Investiere die Zeit, die Du sonst mit dem "Verbessern" des Mitarbeiters investiert hast, in die Auswahl!

So wirst Du und dein neuer Mitarbeiter auf Dauer erfolgreich und zufrieden sein.

menu-circlecross-circle